Liebe Freunde, was war das für ein erster Aufbautag. Nachdem wir uns allesamt um acht Uhr zur ersten kurzen Besprechung in Omas warmer Stube getroffen haben und uns der Kaffee die Augen aufschob, zeichnete sich auf der anderen Seite des Fensters das Wetter des ersten richtigen Aufbautages ab. Ein dunkler wolkenbedeckter Himmel, der nicht viele Anzeichen von Besserung versprach, schlug mit dicken Tropfen keineswegs auf die Gemüter der vielen fleißigen Händen. Alle sind gekommen, sich für euch bei Wind und Wetter auf dem großartigen neuen Gelände in allen erdenklichen Ecken herumzutreiben und zu beginnen ihren zugeteilten Aufgaben nachzugehen.
Die Planung von der großen Anzahl an Helfern ist nicht mal eben so in fünf Minuten auf ein Stück Papier geschmiert. Mario Rolfs übernimmt die Koordination der einzelnen Helfer und ihre Einteilung in die jeweiligen Arbeitsgruppen. Da kommt schon etwas zusammen bedenkt man einmal wie viele große und kleine Baustellen es auf so einem Festival gibt, die vor dem Freiluftspektakel fertig gestellt werden müssen. Ihr müsst euch vorstellen, ihr habt eine komplett leere Fläche, auf der wirklich gar nichts ist. Vielleicht hier und da ein funktionierender Wasseranschluss oder befestigter Weg. Strom gibt es auch ein wenig, aber ansonsten bis auf eine Halle nichts, was schon vor Arbeitsantritt besteht. Nun nehmt euch zwei LKWs packt sie bis oben hin voll und transportiert sie direkt zur Halle. So ein Lager einzurichten erfordert ein Händchen für Ordnung, denn bei all den ganzen rot beschrifteten Staukisten mit allen möglichen Utensilien verliert man schnell den Überblick. (Und das war ein minimaler Bruchteil von den Trucks, die sich noch auf unseren Flächen aufhalten werden!).
Unsere Lageristen haben sich heute ihre vier Wände hübsch eingerichtet und die ersten Geländearbeitsgruppen mit Material bestückt. Denn dort ging es ebenfalls heiß her. Oma ist in den letzten Jahren eben mächtig gewachsen! Während die Einen weitere Umzäunungen vornahmen, kümmerten sich andere und den FOH, im Backstage wurden neben dem Lager auch der Crewbereich und erste erkennbare Anzeichen vom Bandbackstage zusammengezimmert, der Produktionswagen eingerichtet und diverse Wasserversorgungsleitungen gezogen. Die Techniker steckten ihre Köpfe über den Elektrikplan zusammen, um sich ein erstes Bild vom neuen Gelände und den technischen Anforderungen zu machen. Nebenbei fielen die ersten Fahrten für unseren Runner an, der sich um viele Kleinstbestellungen von Material kümmert, was einfach noch im Bestand fehlt (Lieber Frank, Plastikbächer haben wir derzeit genug!).
Wäre das Wetter besser gewesen, wäre es wohl angenehmer gewesen, aber konnten wir uns so schon einmal gleich im Regen warm arbeiten. Die Freude über jeden noch so kleinen Sonnenstrahl ist dann doch auch viel größer. Und sie ließ sich blicken die gute Sonne: Würde man sagen, wir hatten schlechtes Wetter, wäre es gelogen. Die Wechsel zwischen Regen und knallender Sonne waren nur so extrem und schnell, dass man sich, ehe man die Regenjacke angezogen hat, schon wieder aus den Ärmeln herauskrempeln konnte. Und trotz etwas mehr Regen von oben auf die Festivalflächen, kamen schwere Gerätschaften und Fahrzeuge ohne das Gelände neu umzuwühlen völlig problemlos von A nach B. Toll, diese Drainage!
Und nach ein paar fordernden Stunden Arbeit an eurem Gelände, ging es dann schließlich in den wohlverdienten Feierabend. Und was gibt’s morgen? Klickt euch doch einfach wieder rein. Auch würde uns interessieren, was euch interessiert. Schreibt eure Fragen als Kommentare, dann schauen wir mal. Unser Team ist rundum gut gelaunt und wir freuen uns mit euch auf ein wunderbares Festival!
