Die Ersten werden nicht die Letzten sein!

Im Interview: Frogfly.

Ja, wer die Wahl hat, der hat auch die “Qual”. Wobei in diesem Fall nicht von Wahl gesprochen werden kann. Vielmehr eine ordentliche Portion Glück hatten sie im Ostfriesland Rockt! Bandcontest und nun die “Qual” den Anfang machen zu müssen.

Frogfly aus Aurich werden das Omas Teich Festival am Freitagnachmittag als erste Band bespielen und in ein Wochenende mit 28 großartigen, handverlesenen Künstlern einleiten. Wir haben für euch einmal genauer nachgehorcht, was bei den Jungs aus Auerk so kurz vor dem Festival im Kopf rumschwirrt und warum man sich auf seine zwei Beine stellen und kurz vor die Bühne gucken sollte!

KS: Jungs, schön, dass ihr euch so kurz vor dem Festival die Zeit genommen habt einmal kurz Rede und Antwort zu stehen. Ihr habt den Contest gewonnen und dürft als erster Künstler am Freitag das Festival eröffnen. Jetzt werden die Tage immer weniger und Leute aus eurem Bekanntenkreis fangen wahrscheinlich so langsam an die Sachen zu packen, wie geht’s euch? Nervös oder eher alles ganz luftig locker bei euch?

Torsten: Unser Basser Marcus kommt ständig zu spät zur Probe oder wenn wir uns vor Gigs treffen. Das stresst und macht Jan und mich echt nervös. Aber wir wissen, wie heiß er auf den Auftritt bei Oma ist, deshalb sind wir ganz entspannt – er wird ausnahmsweise mal pünktlich sein!
(Jan: lacht und stimmt zu)

KS: Ihr macht ja schon sehr schicken Alternative Rock, habt euch 2009 den zweiten Platz als Beste Alternative-Band“ beim Deutschen Rock & Pop Preis gesichert und euch im beschaulichen Ostfriesland eine kleine Gemeinde aus Sympathisanten erspielt. Aber worauf freut ihr euch, mal abgesehen vom eigenen Auftritt, ganz besonders?

Jan: Auf Fettes Brot und Baguette beim Catering.

KS: Ihr kommt aus Aurich, seid quasi Nachbarn vom Omas Teich Festival und habt das Ganze sicherlich irgendwie über die Jahre mitverfolgt und wachsen sehen. Gerade aus Sicht einer lokalen Band wird einem dort die Möglichkeit geboten mit den ganz Großen mitzumischen. Findest du, das Festival hat und der dazugehörige Wettbewerb haben dazu beigetragen eure Musikszene in irgendeiner Art und Weise mitzugestalten oder zu prägen? Wie nehmt ihr das Festival wahr?

Marcus: Ja klar! Festival und Wettbewerb haben die Szene verändert. Endlich wird auch in unseren Breiten musikalisch was geboten. Das färbt natürlich auf die Nachwuchsszene ab, die sehr motiviert ist, auch im Wettbewerb mitzumischen oder es auf Omas Bühne zu schaffen.
Torsten: Ich kann mir gut vorstellen, dass sich deshalb auch extra Bands gegründet haben.
Jan: Und wie wir das Festival wahrnehmen? Zum ersten Mal von der anderen Seite!

KS: „Leuten denen … gefällt, gefällt auch Frogfly“… Folgende Frage gehört wohl zu den absoluten Standardfragen aber ist doch immer wieder gut um recht schnell die musikalischen Fronten zu klären: Mit welchen Künstlern wurden schon öfters Vergleiche angestellt? Womit kann man euch Honig um die Münder schmieren und was fandet ihr schon recht entfernt und bei den Haaren herbei gezogen?

Marcus: Wir hören oft, dass wir eine Mischung aus den Lemonheads, Nirvana und den Foo Fighters seien.
Torsten: Aber wir wurden auch schon mit Costa Cordalis, den Chipmunks oder Ronald McDonald verglichen. Wobei sich die Vergleiche langsam ändern werden, weil wir immer mehr deutsche Songs schreiben.

KS: Und warum sollten die Besucher sich nach der ersten etwas durchfeierten Nacht vor eure Bühne stellen und vom heimischen Grill aufraffen? Wie ködert man als erste Band des Festivals die Besucher zu sich auf das Gelände? Habt ihr euch fleißig einen Plan zurechtgestrickt?

Marcus: Wir sind die einzige Band, die einen Eisbären auf der Bühne hat!

KS: Das soll es auch schon gewesen sein. Wir freuen uns auf euch und schauen auf jeden Fall einmal vorbei. Und auch euch Lesern da draußen möchten wir Frogfly ans Herz legen. Das hat nichts mit Weichspüler zu tun und bringt einen wunderbar ins Wochenende bei der lieben Oma!

Frogfly gibt’s zum nachlesen, angucken und weiter durchklicken auch an dieser Stelle.


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